2. Kredit statt den Dispo überziehen

Ratenkredit anstatt eines Dispokredites

Jeder Empfänger von regelmäßigen Zahlungen bekommen einen sogenannten Dispokredit auf seinem Girokonto eingeräumt. Damit kann über das vorhandene Guthaben hinaus über Geld verfügt werden. Die Bank legt eine bestimmte Kreditlinie fest, bis zu der man ins Minus gehen kann. Diese ist abhängig von den regelmäßigen Zahlungseingängen, wie zum Beispiel dem Gehalt. Die Nutzung geht dann unbürokratisch und flexibel je nach Bedarf. Allerdings gehört der Dispo zu den teuersten aller Kredite für Privatkunden. Auch in der Niedrigzinsphase liegen die Konditionen für Dispozinsen noch im zweistelligen Bereich, also über zehn Prozent. Wer dauerhaft sein Dispolimit nutzt, zahlt in aller Regel deutlich drauf. Gedacht ist der Dispo nämlich in erster Linie für kurzzeitige Überziehungen des Kontos. Die Zinssenkungen der EZB in den letzten Jahren haben sich bei den Konditionen für den Dispozins kaum bemerkbar gemacht. Viele Banken haben ihre Zinssätze in dem Bereich gar nicht angepasst.

Die bessere Lösung zum Dispo

So bequem ein Dispokredit auch sein mag. Er verleitet manche Verbraucher mehr Geld auszugeben als eingenommen wird. Das überzogene Konto wird schnell zur Regel. Für größere Beträge sowie eine dauerhafte Nutzung ist ein Dispokredit zu teuer. Wer dauerhaft das Konto im Minus hat, sollte umschulden. Die Reduzierung der Zinslast sollte eine hohe Priorität genießen. Das Ersetzen durch einen günstigeren Kredit ist einfacher als viele denken. In den allermeisten Fällen lässt sich mit einem Ratenkredit bares Geld sparen. Mit der Aufnahme eines Ratenkredites zum Ausgleich des Dispos können schnell mehrere hundert Euro an Zinsen über die Laufzeit gespart werden. Je nach individueller Bonität und Laufzeit gibt es einen Ratenkredit schon zu einem Effektivzins ab zwei Prozent per anno.
Die Konditionen beim Kredit in Raten bleiben übrigens über die gesamte Laufzeit fest. Ein Dispolimit kann von der Bank jederzeit einseitig gekündigt oder gekürzt werden.

Sollten noch Gelder auf Tagesgeldkonten oder ähnlichem schlummern, macht es Sinn, diese zuerst zur Tilgung des Dispos einzusetzen. Auf Festgelder gibt es aktuell sowieso nur magere Zinsen.




Den passenden Ratenkredit finden

Der passende Kredit zur Ablösung des Sollsaldos auf dem Konto muss nicht bei der Hausbank aufgenommen werden. Daher sollte vor der Aufnahme gründlich verglichen werden. Es gibt große Unterschiede zwischen den einzelnen Banken bei den Konditionen. Im Internet gibt es verschiedene Vergleichsportale, wo man eine Vielzahl von Angeboten unterschiedlicher Banken vergleichen kann. Mit wenigen Angaben lassen sich die Angebote aktuell vergleichen. Nach Angabe der Laufzeit, des gewünschten Betrages sowie des Verwendungszwecks gibt es einen Überblick. Das stellt für den Verbraucher eine Erleichterung und Zeitersparnis dar.

Die Rückzahlung des aufgenommenen Kredites erfolgt in gleich bleibenden monatlichen Raten. Die Laufzeit bzw. die gewünschte Ratenhöhe kann individuell festgelegt werden. Je nach Laufzeit und Höhe schwanken die Zinsen. Die meisten Banken vergeben die Zinsen je nach persönlicher Bonität. Die Konditionen sind abhängig vom Einkommen sowie den hinterlegten Daten bei einer Wirtschaftsauskunft wie der Schufa. Für diese Kredite sind einige Angaben mehr nötig. Der genaue Zinssatz kann erst nach Einschätzung der Bonität erfolgen. Zuvor gibt es als Richtgröße in den Portalen den Zinssatz, den Zweidrittel der Antragsteller erhalten.

Einige Angebote gibt es mit bonitätsunabhängigen Zinsen. Dabei erhalten alle Kreditnehmer denselben Zinssatz, unabhängig von der jeweiligen Bonität. Auch bei den Krediten wird die Bonität geprüft, sie hat nur keinen Einfluss mehr auf die Konditionen. Diese Angebote sind einfacher zu vergleichen und lohnen sich vor allem bei mittlerer bis schwacher Bonität.

Bei den meisten Banken kann der gewünschte Kredit online abgeschlossen werden. Die notwendigen Unterlagen zur Prüfung werden per Post nachgereicht. Vorab erhält der Interessant schon eine Zusage online. Im Nachgang werden die gemachten Angaben nochmal gecheckt. Wenn alles stimmig ist, kann nach wenigen Tagen mit der Auszahlung der Dispo abgelöst werden.

Noch ein Tipp: der Abschluss einer sogenannten Restschuldversicherung lohnt sich in aller Regel nicht. Die Angebote sind in den meisten Fällen zu teuer und haben bei der Leistung mehrere Einschnitte. Der Kredit wird dadurch unnötig verteuert.